„Beyond Corona“: Impulse für den Erfolg von morgen

Die Pandemie hat die deutsche Wirtschaft massiv durchgerüttelt, doch weitere Herausforderungen stehen unmittelbar vor der Tür. Dies ist das Ergebnis einer von uns mit der Unternehmensberatung SCOPAR durchgeführten Studie, die ausgehend von der aktuellen Krise künftige Handlungsfelder und Perspektiven beleuchtet.

An der Online Befragung „Beyond Corona: Impulse für den Unternehmenserfolg von morgen“ nahmen 107 Entscheidungsträger aus verschiedensten Branchen teil. 10% der Befragten stammen aus Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitenden, 20% aus Unternehmen mit 250 bis zu 5.000, 14% mit 50 bis 250 sowie 56 Prozent der Befragten aus Organisationen mit bis zu 50 Mitarbeitenden. So deckt die Studie ein breites Spektrum von Stimmen von Entscheidungsträgern und Verantwortlichen der deutschen Wirtschaft ab.

Härtetest Corona: Was die Krise in Unternehmen bewirkt hat

Branchenübergreifend die größten Probleme gab es durch Umsatzrückgänge (44% massiv bzw. stark betroffen) und der Schwierigkeiten bei der Lieferfähigkeit der Lieferanten (52%), aber auch bei der eigenen Lieferfähigkeit (30%). Zu den am stärksten betroffen Branchen gehören Produzierendes Gewerbe, Industrie und Handwerk sowie der Handel. Hier führten die Probleme in der Supply-Chain zu deutlichen Kostensteigerungen, weshalb in der Produktion auch verstärkt Personal abgebaut wurde. Gegen den Trend konnten dagegen z.B. Banken und Versicherungen bei Umsatz, Kostenstruktur und Mitarbeiterzahl sogar leicht zulegen. Während die befragten kleineren Betriebe bis 50 Mitarbeitern und die Unternehmen größer 250 Beschäftigten recht gut durch die Krise kamen, berichten die Mittelständler mit bis 250 Mitarbeitenden von massiven Problemen und haben vermehrt Personal abgebaut.

Maßnahmen-Turbo gegen die Krise

Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft auf eine harte Probe gestellt und stark verändert. Angesicht Schwere und Dauer der Krise haben die Unternehmen ganze Bündel von Maßnahmen ergriffen. Fokus der Maßnahmen:

  • Erhalt der Arbeitsfähigkeit durch Digitalisierung von Prozessen (84%) und Home-Office (82%)
  • Initiativen zur Effizienzsteigerung (76%)
  • Budgetkürzungen & Sparmaßnahmen (57%)
  • Bessere Kundenbetreuung und -gewinnung, insbesondere durch intensiveres Social Media Marketing (60%), Erschließung neuer Märkte (60%), Bestandskundenbetreuung (59%) sowie Ausbau-Online Vertrieb (52%)

Erstaunlich: Trotz massiver Supply-Chain-Probleme haben nur 11% der befragten Unternehmen haben an der Verbesserung ihrer Lieferketten und Zuliefererbeziehungen gearbeitet.

Die größten Herausforderungen kommen noch

Krise, Krise und kein Ende? – Schon heute geben 36% der Befragten an, mit ihren Organisationen auf oder gar über dem Geschäftsniveau vor der Pandemie zu arbeiten. Weitere 8% rechnen mit einer Rückkehr zur Normalität noch in diesem Jahr und weitere 29% ab 2022. Am meisten Fahrt aufgenommen haben das produzierende Gewerbe, Industrie und Handwerk, wo aktuell bereits wieder 48% der befragten Firmen auf oder über Vorkrisenniveau arbeiten. Am meisten Nachholbedarf haben der Handel sowie die Non-Profit-Organisationen sowie Verwaltungen (je 20%).

Auf die Frage, welche Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens gesehen werden, kristallisierten sich vier Themenfelder heraus, wobei das Personal klar im Fokus steht:

  • Innovationen bei Dienstleistungen und Produkten (63%)
  • Großbaustelle Digitalisierung im Sinne von digitaler Vernetzung mit Kunden & Lieferanten (58%) und Optimierung der IT-Landschaft (57%)
  • Nachhaltigkeit und Umweltschutz (48%)
  • Schlüsselfaktor Personal
    • bestehendes Personal halten und neue Mitarbeiter gewinnen (68%)
    • psychische und physische Gesundheit fördern (64% bzw. 60%)
    • neuen Formen der Zusammenarbeit gestalten (47%)
    • Kompetenzoptimierung (44%)
    • Stärkung des Miteinanders (44%)

Fazit: Die Corona-Pandemie wird uns mit ihren Auswirkungen noch länger begleiten. Doch schon jetzt sehen die Unternehmen weitere große Herausforderungen auf sich zukommen, die sie voll fordern werden. Vor allem in Sachen Personal, Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz gibt es allseits noch viel zu tun. Mehr dazu mit praktischen Tipps finden Sie hier zum Download.

Download der Studie:
Hier finden Sie die komplette Studie zum Download: SCOPAR-Studie: Beyond Corona

Die SCOPAR-Autoren:

Jürgen T. Knauf – Geschäftsführer, Gesellschafter, Bereichsleiter Organisationsberatung
Dr. Markus Wendt – Gesellschafter und Bereichsleiter HR-Beratung 
Dr. Christoph Röhrs – HR-Berater
Michael Jost – Gesellschafter und Bereichsleiter IT-Beratung

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